Mit über 100 Läden und einem Dutzend Restaurants ist das Glatt zwar nicht das grösste, aber das umsatzstärkste und zugleich das älteste Shoppingcenter der Schweiz. Eröffnet wurde es 1975 ennet der Stadtgrenze von Zürich. Von der Autobahn A1 ist es schon von Weitem zu sehen und auch an den öffentlichen Verkehr ist es bestens angeschlossen. Das Einkaufsparadies ist ausserordentlich populär. Worin besteht sein Erfolgsrezept? Was macht es so aussergewöhnlich?

Jährlich zieht das Glatt neun Millionen KundInnen an. Leere Ladenflächen kennt es nicht. Stattdessen nutzt und fördert es den Mix von starken und beliebten Ankermietern wie Migros und Globus, bekannten Marken und internationalen Trendsettern wie dem neulich eröffneten Footlocker Store oder dem Start-up Eden Flowers. Angekündigt ist auch der bald zu erwartende Einzug von Nike. Der absolute Hit dieser Tage aber ist die Eröffnung des schweizweit ersten Lego-Ladens.

Erster Schweizer Lego Store

Von vielen lange ersehnt. Nun ist er endlich da, der erste Schweizer Lego Store. Bereits am Pre-Opening tummelten sich die Medienleute, geladenen Gäste und Kinder zwischen den unzähligen Objekten und Spielmöglichkeiten und liessen sich verführen und begeistern. So hantierte ein Sohn mit seinem Vater geschickt am Lego-Töggelikasten en miniature und schoss die kleinen Kugeln ins Tor. An der Minifiguren-Station und am Steinchen-Pool steckten kleinere Kinder fantasievolle Gebilde zusammen, während sich die SwissLug Community auf die «Pick a Brick»-Wand stürzte und bereitstehende Becher mit bunten Steinchen füllte. «Man muss vor allem von den kleinen Steinchen nehmen, um das Volumen richtig auszunutzen», sagte ein Fan und schüttelte seinen randvoll gefüllten Becher: Nicht das mindeste Gerassel war zu hören – ein klares Zeichen dafür, dass alle Hohlräume gestopft waren. Ein Ehepaar wählte seinerseits blassblaue, transparente Steine, um damit Vasen für seine Lego-Sträusse zu kreieren. «In normalen Vasen, lassen sie sich nämlich weder fixieren noch kunstvoll arrangieren», wie sie aus Erfahrung wussten. Voll Stolz streckte indes ein Mädchen ihren soeben errichteten pinkigen Turm in die Höhe und rannte damit laut krähend zu ihrer Mutter.

Der Kombinationsmöglichkeiten sind unendlich viele. Auf einer Fläche von 240 m2 lädt der Laden alle Fans der Steinchenwelt dazu ein, lustvoll, kreativ und selbstbestimmt ihre Bauträume zu verwirklichen. Eine Besonderheit des Schweizer Lego Store ist übrigens das gleich neben dem Eingang prangende Mosaikbild aus über 48 000 Lego-Elementen, das die Zürcher Altstadt zeigt.

Die Mitarbeitenden eröffnen den Lego Store

Eröffnung des ersten Schweizer Lego Store

Plug-in Stores

Es sind die Vielfalt und die Abwechslung, die das Glatt für Gross und Klein, Alt und Jung so attraktiv machen. Dazu gehören auch die Plug-in Stores. Das vom Glattzentrum 2020 entwickelte Retail Concept Lab ist äusserst erfolgreich. Direkt an der hochfrequentierten Lage am Haupteingang bezieht jeden Monat ein neuer Mieter die Ladenfläche und bietet hier seine Ware, die bislang nur online oder im Ausland zu kaufen war, vor Ort an. Im Dezember wird es DillySocks sein, im Januar und Februar folgen Lush und rosebaer.ch. Dank dieses Konzepts können KundInnen immer wieder etwas Neues ausprobieren und die Anbieter gleichzeitig ihre Produkte im Detailhandel testen, ohne in ein eigenes Geschäft investieren zu müssen. Das Retail Lab läuft so gut, dass es über Monate hinaus ausgebucht ist.

Plattformen für die Mieterschaft, Events und Social Media

Ebenfalls zum Erfolg trägt bei, dass die Verantwortlichen des Glattzentrums ihre Mieterschaft bei Veranstaltungen auf den Hauptflächen der Mall in mannigfacher Weise miteinbeziehen. So konnte sich H&M Home mit seinem Möbel- und Deko-Angebot positionieren, indem es für die «Glatt Sommergarten»-Tage seine Produkte zur Verfügung stellte. Bei den «Glatt Fashion Stages» wiederum erhielten die verschiedenen Kleiderläden eine Plattform für ihre Artikel.

Einen wichtigen Faktor bei all diesen Aktivitäten spielt auch die starke Präsenz auf den Social-Media-Kanälen. Die Beiträge auf TikTok mit Videos zu Produkten, Events oder mit Glatttalern beschenkten Menschen erzielen eine hohe Reichweite. Mittlerweile hat sich eine starke Glatt Community gebildet, und die freute sich, dass nach den Coronaeinschränkungen diesen Sommer endlich wieder ein TikTok-Fantreffen stattfinden konnte. Innovativ ist auch die Zusammenarbeit mit Schweizer TikTok-Stars. Als absoluten Renner haben sich Produkte von Influencern entpuppt, die während einer begrenzten Zeit in den Restaurants des Glatts erhältlich waren, z.B. die Pizza von Thispronto oder der Bubble Tea von Kabee.

Rentier und Weihnachtsmann

Jede Jahreszeit hat im Glatt ihren besonderen Reiz. Zwar erstrahlt dieses Jahr in Anbetracht der Energieknappheit der Glatt-Tower nicht in weithin leuchtendem Lichterglanz. Doch im Innern der Shopping Mall verzaubert die BesucherInnen eine ganz besondere Weihnachtsinstallation, bestehend aus einem riesigen Weihnachtsmann und einem ebenso grossen, golden funkelnden Rentier. Der belgische Künstler Charles Kaisin hat diese beiden Figuren aus 75 000 Origamis konzipiert. Mit dem kunstvollen Papierfalten waren er und sein Team an die zwei Monate beschäftigt. Und rund zehn Tage benötigten sie, um die taubenförmigen Gebilde an insgesamt 30 Kilometer Faden im Glattzentrum zusammenzufügen und aufzuhängen.

Dass diese Installationen grossen Anklang finden, zeigen all die BesucherInnen, die von den verschiedenen Verkaufsebenen aus Rentier und Weihnachtsmann bestaunen, auf den Bänken verweilen oder ihre Handys für Fotos und Selfies zücken. – Es sind solche Attraktionen, die ein Shopping oder einen Bummel durch das Glattzentrum immer auch zu einem zusätzlichen Erlebnis werden lassen.

Eine Origami-Taube in den Händen von Charles Kaisin

Charles Kaisin mit einer seiner Origami-Tauben

Ein Rentier aus Origami im Shoppingcenter Glatt

Rentier aus Origami

Die Installation eines riesigen Weihnachtsmannes

Weihnachtsmann aus Origami

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