Das Glattzentrum ist nach mehr als 45 Jahren immer noch auf Erfolgskurs – und bleibt mit innovativen Konzepten auch für die neue Generation interessant. Das Geheimnis liegt in einer besonderen Kombination von beliebten Ankermietern und den neuesten Trendmarken, Social Media sowie dem aussergewöhnlichen Retail Concept Lab.

Eines der ältesten und zugleich innovativsten Einkaufszentren der Schweiz, das Glatt, ist mit CHF 600 Millionen jährlich auch das umsatzstärkste Shoppingcenter im Land. Seit 2020 ist es im Besitz von Swiss Life Asset Managers.

Das Konzept der Shoppingmall entstand in den 1960er-Jahren in den USA. In der Schweiz wurden in den 1970er-Jahren die ersten Einkaufszentren nach amerikanischem Vorbild gebaut. Dazu zählt auch das 1975 in der Nähe des Zürcher Flughafens eröffnete Glattzentrum. Die beliebte Shopping-Landmark zieht jährlich 9 Millionen Kunden an, welche sich auf rund 43 000 m² Retailfläche ins Kaufvergnügen stürzen.

Trendsetter, Ankermieter und Plug-in-Format
Welche Strategie steht hinter diesem Erfolg? Zum einen setzt das Einkaufszentrum Glatt auf starke, beliebte Ankermieter wie Migros oder Globus. Zum anderen verfolgt das Center den ambitionierten Ansatz, stets der erste Verkaufspunkt in der Schweiz für international erfolgreiche Trendmarken zu sein. In der Vergangenheit waren das zum Beispiel die japanische Lifestyle-Kette MUJI, die erste Schweizer Filiale von H&M Home, Xiaomi (Mi Store) und The Bloomery. Die Praxis hat gezeigt: Neues und Abwechslung ziehen die Kundinnen und Kunden an.

Bei der Abwechslung geht das Glattzentrum sogar noch einen Schritt weiter: Mit dem Retail Concept Lab (RCL) wurde ein Format für Marken geschaffen, die man bisher nur online erwerben konnte. Während der Dauer eines Monats bietet ein solcher Marken-Store jeweils im RCL seine Waren an – so wird der Kundschaft immer wieder etwas Neues geboten. Zugleich können Brands dadurch ihre Produkte im Retailhandel testen, ohne aufwändig in ein eigenes Ladengeschäft investieren zu müssen. Das RCL ist modular aufgebaut: Ein Blumengeschäft mit angesagten Trockenblumen kann problemlos direkt nach einer Modekette mit nachhaltiger Kleidung einziehen. Für 2021 ist das Retail Concept Lab bereits ausgebucht. Dieses Plug-in-Format bietet sich im Hinblick auf das Leerstandsmanagement auch ideal für andere Eigentümer von Ladenflächen an, insbesondere in der Zeit nach Corona.

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Von den alltäglichen Einkäufen zum Freizeitvergnügen
Tatsächlich ist das Glattzentrum längst mehr als nur ein Ort zum Einkaufen. In den letzten Jahren fand im Glatt eine der grössten Flächentransformationen in der Geschichte dieser Shoppingmall statt. Dienstleistungen und Events gewinnen immer mehr an Bedeutung – das Einkaufszentrum wird zunehmend zum Freizeitort, wo Menschen sich mit Freunden und Familie treffen. In diesem Zusammenhang entstand vor einiger Zeit etwa ein E-Garden, in dem die neuesten Elektroautos von Tesla, BMW, Honda, Aiways etc. täglich mehr als 1000 interessierten Besuchern präsentiert wurden.

Generationenmix im Einkaufszentrum Glatt
Die Trends der Zukunft spiegeln sich auch in der Social-Media-Strategie des Glattzentrums wider. So erkannten die Verantwortlichen des Einkaufzentrums bereits 2019 das Potenzial von TikTok und veranstalteten in jenem Jahr das erste TikTok-Fantreffen der Schweiz. Die auf der Plattform erfolgreichsten Videos des Shoppingparadieses zählen über 230 000 Aufrufe und nach einem Post zur Einführung von Bubble Tea war das Produkt umgehend ausverkauft. Mit solchen Innovationen erfindet sich das Glattzentrum, dessen Anblick jedem, der auf der A1 mit dem Auto vorbeifährt, seit 46 Jahren vertraut ist, innen immer wieder neu. Auch die Generation Z wird daher, wie schon ihre Eltern und Grosseltern, wohl im Glatt einkaufen und dort ihre Freizeit verbringen.

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