Elektronische Geräte im Haushalt miteinander zu vernetzen, steht im Fokus von Smart Home, einer seit Jahren propagierten Zukunftsvision, die im Projekt LocTowers in Locarno real wird. Drei Ziele sollen durch den Einsatz der Technologie erreicht werden: mehr Komfort und Selbstbestimmung, mehr Sicherheit und weniger Energieverbrauch.

In einem Smart Home werden Alltagsvorgänge automatisiert und die hauseigenen Geräte mittels Touchpanel, Smartphone, Computer, Handzeichen oder Sprachbefehl daheim oder über Smartphone von
unterwegs individuell gesteuert. Mit der intelligenten Steuerung der Anlage lassen sich bequem sämtliche Funktionen in der Wohnung kontrollieren: Licht, Jalousien, Heizung und vieles mehr.

Diese Smart-Home-Annehmlichkeiten sind Teil der LocTowers, die mit der intelligenten Steuerung smart PLACE ausgerüstet sind. Dabei handelt es sich um das erste Projekt von Swiss Life Asset Managers, welches mit Smart Home ausgestattet wurde, ein zweites ist bereits in Planung.

Smart PLACE ermöglicht in den LocTowers, dass über Lichtsensoren gesteuerte Lampen automatisch bei Anbruch der Dunkelheit angeschaltet oder die Rollläden heruntergefahren werden können. Sie liefern Informationen für die zentrale Steuereinheit, die die Daten interpretiert. Aktoren, das sind Antriebselemente, die elektrische Signale und Strom in mechanische Bewegung oder Licht transformieren, verarbeiten schliesslich die Befehle der Steuereinheit und schliessen beispielsweise die Rollläden oder
drehen die Heizung herunter.

Text Bild 1_loctowers_esterno_01 (1)

In einem Smart Home erleichtert digitale Technologie den Alltag der Bewohner und Bewohnerinnen: Die LocTowers in Locarno zeigen wie aus der Zukunftsvision Realität wird

Die Wetterautomatik lässt bei einem nahenden Unwetter die Jalousien hochfahren
Steuern lassen sich sämtliche Funktionen in der Wohnung über den zentral im Wohnbereich platzierten berührungsempfindlichen Bildschirm, über haptische Schalter oder über ein Smartphone. Neben der Steuerung einzelner Funktionen kann der Mieter Szenarien bilden und beispielsweise ein Guten-Morgen-Szenario hinterlegen, bei welchem morgens automatisch die Storen hochfahren, das Licht in der Küche und im Bad angeht und Musik abgespielt wird.

Ein übersichtliches Menü unterstützt die Bewohner bei der intuitiven Bedienung und verbessert zugleich
die Kommunikation mit der Bewirtschaftung. Beim Verlassen der Wohnung muss bloss eine einzige Taste betätigt werden und alle elektronischen Geräte wie Beleuchtung und geschaltete Steckdosen werden automatisch ausgeschaltet. Naht ein Unwetter und der Bewohner weilt in den Ferien, fahren die Jalousien oder Markisen dank der Wetterautomatik automatisch hoch. Praktisch ist auch, dass sich sämtliche Türen und Verriegelungen mit einem Badge öffnen lassen. Geht dieser digitale Schlüssel einmal verloren, wird der Zugriff unmittelbar – ohne aufwändiges Auswechseln eines Zylinders – gesperrt. 

Text Bild 2_TouchPanel_Leuchten-min-scaled_crop

Mit Touchpanels lassen sich die Lichter in den Wohnungen einzeln regulieren.

Energieeffizienz durch Transparenz
Das System bringt ebenfalls beim Gebäudeunterhalt ökologische und ökonomische Vorteile. Das Smart-Metering-System, welches die externe Verrechnung mit aktuellen Daten sicherstellt, ermöglicht den einzelnen Bewohnern eine transparente und ständige Kontrolle ihres Energieverbrauchs. Die Bewirtschaftung wiederum erhält Zugriff auf die Verbrauchsdaten pro Wohnung, welche für die Abrechnung notwendig sind. Alle anderen Daten, wann beispielsweise die Storen hochgefahren werden, bleiben lokal in der Wohnung. Das Erstellen einer gesetzeskonformen Ablesequittung ist über jeden beliebigen Zeitraum möglich. Diese bildet die Grundlage zur individuellen Abrechnung des Verbrauchs von Elektrizität, Wärme, Kalt- und Warmwasser. Bei einem Mieterwechsel kann alles schnell und einfach auf die Werkeinstellungen zurückgeführt werden.

Digitale Sonnerie mit einer Vollduplex-Sprechverbindung
Anders als bei grossen Überbauungen üblich sind bei den LocTowers keine Klingelbretter installiert, sondern Touchpanels mit integrierten Kameras und Vollduplex­Sprechverbindungen. Durch eine alphabetische oder nach Wohnungsnummer aufgeschlüsselte Sortierung wird die gewünschte Person oder Firma schnell gefunden. Auch ein Namenswechsel lässt sich innerhalb weniger Minuten und ohne Kostenaufwand durch die Bewirtschaftung von extern vornehmen. In der Wohnung sieht man auf dem Touchpanel, wer sich am Eingang befindet, und kann mit dem Besucher über die integrierte Freisprechanlage kommunizieren. Bei Abwesenheit wird eine Verbindung zum Smartphone hergestellt, welche ermöglicht, mit der am Eingang wartenden Person zu sprechen und bei Bedarf sogar die Tür zu öffnen.

Weitere Informationen zu unserem Geschäftsbereich Immobilien finden Sie hier.

Weitere interessante Artikel

Green_Marmot_Blick_vom_Balkon

Real Assets

Kapselhotel – die moderne Weiterentwicklung des Hostel-Modells

Über seine Beweggründe, ein Kapselhotel zu gründen, gibt Mohamed Taha, Geschäftsführer des Green Marmot in Zürich, Auskunft in einem Interview. Er spricht über seine Erfahrungen während der Pandemie und nach der Aufhebung der Covid Restriktionen sowie über besondere Gäste.

Mehr lesen
Future environmental conservation and sustainable ESG modernization development by using technology of renewable resources to reduce pollution and carbon emission .

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsaspekte spielen eine wichtige Rolle

Im Fokus der jüngsten Ausgabe von «Fixed Income Pulse Check» steht das Thema ESG. Mit unserem Experten Daniel Rempfler, Head Fixed Income, diskutieren wir unter anderem die Frage, was Swiss Life Asset Managers Fixed Income in diesem Bereich unternimmt und ob wir unseren Kunden auch dedizierte ESG-Strategien anbieten, die über die ESG-Integration hinausgehen. Dies mit dem Ziel unsere Kunden zu unterstützen, ihre langfristigen Anlageziele zu erreichen.

Mehr lesen
Aerial view of Zurich city center with famous Fraumunster Church and river Limmat at Lake Zurich from Grossmunster Church, Canton of Zurich, Switzerland

Nachhaltigkeit

Seewasser als klimafreundliche Energiequelle

Der Zürichsee ist ein beliebtes Erholungsgebiet für die Stadt- und die Agglomerationsbevölkerung. Gleichzeitig dient er aber auch als nachhaltige Energiequelle. ewz, ein Entwickler intelligenter nachhaltiger Energielösungen, versorgen seit rund zwanzig Jahren über 70 Liegenschaften rund um das Zürcher Seebecken mit Energie aus dem See umweltfreundlich mit Wärme und Kälte.

Mehr lesen