Globale Unsicherheiten und Turbulenzen auf den Märkten machen die Bedeutung von Infrastrukturanlagen deutlich. Eine funktionierende Infrastruktur garantiert ein reibungsloses Funktionieren der Wirtschaft, der Telekommunikation, des Gesundheits- und Transportwesens und ist für die Gesellschaft damit unentbehrlich.

Viele Infrastrukturanlagen in den Bereichen Transport, Energie, Netze, Wasserversorgung, Entsorgung ebenso wie soziale Infrastrukturanlagen wie Schulen und Spitäler müssen modernisiert oder ausgebaut werden. Nebst dem fortgeschrittenen Alter der Anlagen sind dafür auch das anhaltende Bevölkerungswachstum, die Urbanisierung, ein verändertes Mobilitätsverhalten sowie die Dekarbonisierung und Dezentralisierung der Energieproduktion verantwortlich. Die zunehmende Digitalisierung mit dem unaufhaltsamen Anstieg der zu übertragenden Datenmengen erfordert ausserdem bessere Netze. Dieser Ausbau der Infrastrukturanlagen erfordert hohe Investitionen.

Stabilität fürs Portfolio

Zu den Merkmalen von Infrastrukturanlagen gehören neben den meist hohen Anfangsinvestitionen lange Laufzeiten der Investments, ein eingeschränkter Wettbewerb, hohe Eintrittsbarrieren, grosse Skaleneffekte und eine gewisse Illiquidität. Infrastruktur ist als Anlageklasse vor allem für Investorinnen und Investoren mit einem langen Anlagehorizont attraktiv, da sie durch den defensiven Charakter von Infrastrukturanlagen Stabilität in ein Portfolio bringen können. Mit kalkuliertem Risiko können langfristige und ansprechende Renditen erzielt werden, wobei die Anbieter meist das Augenmerk auf hohe Dividendenrenditen legen.

Diversifikation ist bei Infrastrukturanlagen wichtig

Damit die positiven Eigenschaften von Infrastruktur als Anlagethema ihre Wirkung entfalten, ist eine sorgfältige Auswahl der Projekte wichtig, denn der Markt ist nicht homogen. So finden sich stabile Dividendenrenditen typischerweise in Anlagen, die reguliert sind oder bei denen Preise und Mengen, oder sogar beides, über langfristige Verträge fixiert sind. Jedoch ist auch bei Infrastrukturanlagen eine Diversifikation wichtig. Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass Anlagen wie etwa Flughäfen oder Maut-Strassen wegen der verminderten Reisetätigkeit stärker betroffen waren als beispielsweise Glasfaserleitungen oder Stromnetze, die für die moderne Gesellschaft essenziell sind.

Regulierte Versorger, etwa im Energiebereich, zeichnen sich durch einen besonders guten Inflationsschutz und hohe Preistransparenz aus. Die Preisentwicklung ist an einen allgemein akzeptierten Inflationsindex sowie die Preise der eingekauften Güter und Rohstoffe gekoppelt. Bei bestimmten systemrelevanten Versorgern bestehen zudem staatlich festgelegte Tarifmodelle, die einen Soll-Gewinn definieren oder durch tarifierte Preise eine Abdeckung der Kosten garantieren.

Beteiligungen an Infrastrukturanlagen sind Realwerte

Im langfristigen historischen Vergleich erzielt Infrastruktur eine Rendite, die deutlich über der Inflationsrate liegt. Selbst wenn keine expliziten beziehungsweise vertraglich abgesicherten Preisanpassungsklauseln bestehen, profitieren die Betreiber bestimmter Infrastrukturanlagen von einer tendenziell unelastischen Nachfrage. Basis dafür bilden ihre in der Regel systemrelevanten Produkte und Dienstleistungen, bei denen konsequente Preiserhöhungen folglich nur selten zu volumenbasierten Nachfragerückgängen führen. Ausserdem sind Beteiligungen an Energie- und Infrastrukturfirmen Realwerte. Diese haben, speziell in einem inflationären Umfeld, gegenüber Nominalwerten wie Obligationen oder Anleihen den Vorteil, dass nicht nur die Preise für Inputfaktoren, sondern auch die Absatzpreise nach Kunden angepasst werden können. Das wirkt sich positiv auf den künftigen Cashflow aus und hilft die Kaufkraft zu erhalten.

Langjährige Expertise als Infrastruktur-Spezialistin

Swiss Life Asset Managers investiert seit vielen Jahren für die Versicherungsgesellschaften der Swiss Life-Gruppe und für Drittkunden auf globaler Basis in Infrastruktur. Ihre Infrastruktur-Expertinnen und -Spezialisten betreuen Vermögenswerte in der Höhe von rund 9,8 Milliarden Franken. Zum Portfolio gehören neben Beteiligungen an europäischen und nordamerikanischen Unternehmen auch zahlreiche Beteiligungen an Schweizer Infrastrukturunternehmen in den Sektoren Telekommunikation und Energie.

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